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Femdom


Femdom
ist die gebräuchlichste Abkürzung für female domination (engl. für „weibliche Dominanz“) und bezeichnet unabhängig von der sexuellen Orientierung die Varianten des , in der eine Frau die dominante Rolle einnimmt. Der Begriff Femdom kann auch die dominante Frau selbst bezeichnen. Im Gegensatz dazu nennt man die von Männern ausgeübte Dominanz oder den männlichen Dominanten (engl. male= Mann oder männlich). Möglicherweise ist der Begriff Ende der 1980ern an der US-amerikanischen Ostküste entstanden.

Varianten

Innerhalb eines erotischen Rollenspiels oder einer definierten Beziehungsstruktur (vgl. EPE und TPE) unterwirft sich der () innerhalb gewisser Zeiträume oder dauerhaft den Wünschen und der Kontrolle seiner aktiven Partnerin (Top). Diese kann sich ausschliesslich auf den sexuellen Bereich und die Wünsche der Top beziehen, es ist aber durchaus möglich, dass sich diese Kontrolle in andere Lebensbereiche erstreckt. Wie in allen Bereichen des BDSM liegt auch hier üblicherweise der Grundsatz der freiwilligen (SSC oder RACK) zugrunde.

Im BDSM-Kontext wird die weibliche Top als „Femdom“, Domse oder Domme bezeichnet, auch, um sie von der professionellen Variante der weiblichen Dominanz, der Domina zu unterscheiden. Oft werden Anreden oder Titel verwendet, die das Machtgefälle zwischen Top und Bottom unterstreichen sollen, beispielsweise „Herrin“, „Mistress“ oder „Lady“, während der Bottom als „“, „“ oder „Sub“ bezeichnet wird, auch das Siezen der Top oder das Verwenden der 3. Person Singular ist verbreitet.

Female Supremacy

Erstreckt sich die Kontrolle der Top über die sadomasochistischen hinaus, wird diese Art des dauerhaft veränderten Rollenverständnisses als besondere Form des Femdom angesehen und als eigenständige Beziehungsform mit Female Supremacy, Female Superiority (engl., weibliche Überlegenheit) oder auch Female-led Relationship (engl., weiblich dominierte Beziehung) bezeichnet. Ein grundlegender Gedanke bei dieser Beziehungsart ist, die Umkehrung der patriarchalen Strukturen aufgrund einer angenommenen, natürlichen Überlegenheit der Frau innerhalb der Beziehung zu erreichen. Dabei ist es durchaus möglich, dass die klassischen sexuellen Praktiken des BDSM keinerlei Rolle spielen, sondern sich die Unterwerfung des Bottom im emotionalen und alltäglichen Bereich abspielt.

In Tschechien hat das Other World Kingdom [OWK] (engl., Königreich der anderen Welt) eine solche Umkehrung der gesellschaftlichen Strukturen im Rahmen einer privaten Umgebung, einer Art Fantasierepublik erschaffen.

Praktiken

Häufige Spielarten sind neben den im BDSM in allen Konstellationen verbreiteten Praktiken, zum Beispiel , Spanking oder Erziehungsspielen, insbesondere auch , CBT, Trampling, Feminisierung und andere Bereiche des sexuellen . Insbesondere Reinigungsrituale wie zum Beispiel Bodenschrubben, Wäschewaschen oder Stiefelputzen durch den Mann werden oft praktiziert.

Inzwischen gibt es neben den für alle Spielarten offenen Veranstaltungen in der BDSM-Szene auch reine Play-Partys für dominante und ihre Begleiter, Stammtische (beziehungsweise Ableger von pansexuellen Stammtischen) nur für Frauen oder dominante Frauen und auch Internetcommunities, die sich überwiegend oder ausschliesslich mit den Themen der weiblichen Dominanz auseinandersetzen.

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